Archive for the ‘Krebs’ Category

Ticker

Samstag, November 7th, 2009

es wird mal wieder Zeit für einen neuen Ticker:

Am 30. November nehme ich meine letzte Ibandronat- Tablette. Das bedeutet dass ich morgens keine halbstündige Verzögerung mehr habe. Keine halbe Stunde mit dem Frühstück warten, nicht mehr verrenken beim Haare fönen, weil ich meinen Oberkörper aufrecht halten muss, nicht mehr ängstlich Zähneputzen *hach* Ist das schön!

Meine letzte offizielle vierteljährliche Nachsorge erkläre ich auch mal für gewesen *g*, in einem Vierteljahr habe ich die erste halbjährliche Kontrolle. Jaja, weiß schon, das das geschönt gerechnet ist, aber es klingt toll, durch zu sein und wieder mehr Leben zu haben!

Zeitenwende

Dienstag, August 11th, 2009

Letzten Freitag, vor dem Klinikum auf dem Motorrad- Parkplatz: eben hat man noch oben im Wartebereich der Onkologischen Ambulanz gewartet und kein Wort gesagt (na gut, ich war auch am stricken), aber kaum ist man unten und steht vor seinem Zweirad kann man prima labern. Man ist sich einig, dass die Termine weniger schlimm werden je öfter man schon gute Nachrichten (so wie heute) nach Hause getragen hat. Der Mann mit dem wir gesprochen haben fuhr eine Harley Sportster mit Auricher Kennzeichen. Für ihn ist jede neue Nachsorge weniger schlimm und mehr wie ein Ausflug. Jo, passt, geht uns auch so, wir fahren gleich an den See und lassen es uns gut gehen. Sachen haben wir schon mit und ich habe mir wirklich keine großartigen Gedanken über das was-wäre-wenn gemacht.

Und dieser Termin war etwas besonderes: Zum einen habe ich meine letzten Packungen Ibandronat bekommen, die ich noch bis Ende November nehmen muss, dann ist damit Schluss und ich bin dem normalen Leben wieder ein Stückchen näher gerückt. Damals, als ich angefangen bin erschien es mir wie eine Ewigkeit. OK, das normale Leben wird nie wieder so normal wie es einmal war, dazu hat sich zuviel verändert. Zum anderen ist das der vorletzte Termin in der vierteljährlichen Kontrolle. Einmal noch und dann geht es halbjährlich weiter! So richtig geschnallt habe ich das erst während des Termins, aber es fühlt sich gut an.

Reha- Bericht

Sonntag, Juli 5th, 2009

Die Klinik ist nicht so wahnsinnig groß, soll so um die 200 Betten haben, wobei ein paar Zimmer als Doppelzimmer für Begleitpersonen eingerichtet sind. In den Zimmern gab es einen kostenlosen Fernseher und einen kleinen Kühlschrank, meistens auch einen Balkon, an dem eine Wäscheleine angebracht war. Unten nach dem Eingang kam man gleich in eine Cafeteria und Aufenthaltshalle mit Terasse. Die Cafeteria war bis 19 Uhr besetzt, es sei denn es waren Veranstaltungen, dann gab es schon mal Verlängerungen bis spätestens kurz vor Neun. Die Veranstaltungen waren Vorführungen verschiedener Gruppierungen aus dem Umkreis. Mal waren es Tinka und Anneliese, die auf Zither und Geige Volkslieder darboten, mal war es der Shantychor Kreiensen, der neben maritimen Liedern allerlei Volkslieder vortrug, bis hin zu Georg, Walter und Benno, die zwischen den Volksliedern sowas wie Witze mit verkleiden machten. Lichtblick war eine Tapdance- Gruppe. Nach den Veranstaltungen ebenso wie zu den Essenszeiten erklang aus dem Lautsprecher leise Hintergrundmusik wie aus NDR 1. Das Publikum passte altersmäßig zum guten Teil dazu, es gab aber auch viele jüngere. Mir schien, als ob bei der Zusammensetzung der Tische darauf geachtet würde, dass man altersmäßig in etwa zusamenpasst.

Das Essen fand ich insgesamt eher lecker mit zwei Ausreißern, die gar nicht meinem Geschmack entsprachen. Einmal in der Woche wurde ein Plan verteilt, auf dem man von Mo-Fr unter vier Gerichten wählen konnte: normal, Schonkost, vegetarisch und das vierte Gericht. Am Wochenende war die Auswahl kleiner, Samstags waren zwei von drei Gerichten Eintopf (einmal mit Fleisch und einmal ohne). Das Salatbüffet wurde immer mal wieder aufgefüllt und fast immer gab es Frischzeugs. Abends gab es verschiedene Industriebrotsorten, Knäckebrot und Zwieback, manchmal Brötchen. Regelmäßig gab es noch irgendwelche warmen Leckerchen wie heiße Kartoffeln mit Quarksoße oder Suppe oder Frikadellen oder…. An der Wurst- Käse- und Salattheke in der Mitte war es als Fleischesser ratsam, zum richtigen Zeitpunkt dazusein; das Hack oder andere nette nicht alltägliche Aufschnitte hielten nie länger als 5 Minuten, und wenn einmal um 17.30 und einmal um 18.00 aufgetragen wird, sind das auch bloß 10 Minuten. Wenn man ernährungstechnisch eingeschränkt ist, lohnt sich unbedingt ein möglichst schneller Besuch bei der Ernährungsberatung, dann gibt es auch frisch gebackenes Brot an den Tisch oder besonderen Aufschnitt. Ich hatte Aufbaukost und mehr Trinken, das hieß in meinem Fall ein Vitamalz und ein Saft sowie (trocken) Kekse, einen Sahnejoghurt, einen Pudding und Maltodextrin. Ach so, trinken: Mittags gab es immer 2 Sorten Wasser am Tisch, abends Tee in vielerlei Variationen sowie koffeeinfreien Pulverkaffee. Draußen vor dem Speisesaal war rund um die Uhr eine Abfüllanlage zu erreichen für Wasser mit und ohne Kohlensäure. Nach dem Mittagessen standen aber auch immer nicht ganz geleerte Wasserflaschen zum mitnehmen, leermachen und wiederauffüllen bereit. Mittags wird in zwei gruppen gegessen.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig für Plattländler ist der Fahrstuhl, der sein Erdgeschoss in der 2 hatte, falls man vorne rauswollte. Hinten raus war 1 aber richtig. Ja, es war hügelig, aber es gab Serpentinen, die man runterlaufen konnte. Knapp unterhalb der Klinik ging es schon um zwei kleinen Seen Richtung Kurpark und Richtung “Stadt”, die man in 15 - 20 Minuten zu Fuß erreichen konnte oder um 15.00 mit dem kostenlosen Taxi direkt von der Kliniktür aus. Die Stadt ist relativ winzig und bietet für Menschen unterhalb des Rentenalters.. ja, Ramba Zamba, der Ramschladen aus dem Fernsehen ist voll der Höhepunkt des Ortes. Dafür gibt es einen Plus und einen großen Edeka in 15 Minuten fußläufiger Entfernung. Nichtsdestotrotz ist die Stadt recht niedlich mit allerhand Fachwerkhäusern. Wer in den Dom will, sollte sich warm anziehen: es ist kalt da drin! Das kommt nicht von mir, sondern von mehr als einer Nicht- frostkötelin! Wer im August kommt hat Glück und bekommt etwas von den Domfestspielen mit, die wahrscheinlich recht nett sind. Ich habe leider nur den Aufbau gesehen. An der Rezeption lagen aber für Sonntags immer Busfahrten in die Umgebung zum eintragen aus, hier konnte man sich auch für das Taxi in die Stadt oder für die Kegelbahn eintragen. Auch Spiele gab es hier zu leihen.

Die Anwendungen sowie die restliche Betreuung waren sehr gut. Die Klinik bietet eine spezialisiertes psychoonkologische Reha, an der ich teilgenommen habe und die mir sehr gut getan hat. Es es im Prinzip ein rudimentärer Grundkurs Psychologie, in dem man lernt, wie und worauf sich Gefühle wie z.B. Angst aufbauen und wo man Hebel hat, damit umzugehen. Ein guter Teil in diesem Programm sind Entspannungsübungen wie Meditation oder progressive Muskelentspannung. Meditation ist immer noch nichts für mich, aber ich war noch nie so entspannt wie in dieser Reha! Man hat in diesem Programm auch einen Bezugspsychologen, für den man jederzeit einen Termin vereinbaren kann.
Einmal in der Woche hat man Visite und die erste Frage ist: sind die Anwendungen OK so oder muss etwas verändert werden? Falls irgend etwas einen überfordert, unterfordert oder einfach nicht das Richtige ist, Bescheid sagen und es wird sich gekümmert. Kümmern tun sich irgendwie alle ganz rührend, von der Rezeption bis zum Arzt. Das einzig möglich negative ist die Terminplanung: die Anwendungen dauern jeweils eine halbe Stunde und wenn man zwei nacheinander hat, muss man möglicherweise an zwei Orten zugleich sein.

*piep*

Samstag, Juni 27th, 2009

Regenbogen

Schön, nicht? Ich bin nun gut erholt wieder hier und fleißig gewesen, aber das berichte ich später :)

Fertig- und Abmeldung

Sonntag, Mai 24th, 2009

Inzwischen ist das Gimmick dran und es gefällt mir auch ganz gut. Es ist ein Kragen, den ich angestrickt habe aus rein praktischen Gründen: wenn es kühl wird und ich ein Tuch zum warmhalten und einkuscheln brauche, dann zieht es gewöhlich am Hals.
An die Enden des Tuchs habe ich jeweils einen Holzknopf genäht, die sich prima in die Lochreihe an der Seite einknöpfen laasen, so dass ich keinen Knoten im Rücken, sondern je einen Knopf an der Seite habe. Das finde ich wesentlich komfortabler, wenn ich mich in Stühle oder Sessel lehne ;)

Tuch an Hexe

und von der anderen Seite

Und nun verabschiede ich mich, am Mittwoch geht es für 3 Wochen nach Bad Gandersheim in die Reha!

gute Nachrichten

Montag, April 27th, 2009

wieder einmal habe ich die allhalbjährliche Mammografie hinter mich gebracht und ich bin froh und glücklich, dass es wieder heißt: alles OK. Auch die vorausgegangene normale Nachsorge sagte mir dass alles OK ist. Schön, ich freu mich!
Nichtsdestotrotz habe ich eine Reha beantragt, die, wenn ich mir meine Arbeitsleistung so ansehe, mehr als nötig ist und ich bin guter Dinge, dass sie genehmigt wird.
Mal sehen, wo es hingeht und wann.

Husten, lachen und niesen

Sonntag, Oktober 19th, 2008

Husten, lachen und niesen tut noch weh, meinen Bauch als Zebrastreifen missbrauchen oder auch einfach nur treteln auch, bewegen muss ich mich vorsichtig, aber sonst wirds so langsam wieder. Ich kann aufrecht gehen und brauche keine halbe Stunde und viertel Drehung mehr um aufzustehen.
Und seit ich auf meine neuen Löcher normale hautfarbene Pflaser aufgeklebt habe, sehe ich auch gleich viel gesünder aus *g*

Rückmeldung

Freitag, Oktober 17th, 2008

so, ich bin wieder da, habe ein paar Löcher mehr im Bauch und jede Menge Luft darin. Nicht wirklich lustig, außerdem tut lachen und husten weh. Große Sprünge kann ich auch noch nicht machen, aber das hatte ich ja auch nicht vor ;)
Danke für die guten Wünsche :)

Alles planmäßig

Mittwoch, Oktober 15th, 2008

Die OP wurde planmäßig durchgeführt, Richi ist soweit wohlauf wenn natürlich noch ziemlich matschig von der Narkose.

Morgen OP

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Heute war ich nun also zur stationären Voraufnahme, zum bedutachtet werden und Papierkrams machen. Wenn alles so läuft wie geplant, machen die mir ein Loch in den Bauchnabel und drei weitere darunter, pumpen mich auf und gehen dann mit Kamera und Greifärmchen da rein und holen die Eierstöcke, evtl mit den dazugehörigen Eileitern raus. Wenn es nicht so klappt wie geplant und da irgendwelche Komplikationen auftreten oder so, wird der Schnitt etwas breiter.
Bei der Ultraschallbegutachtung der Kandidaten stellte die Doc dann auch fest, dass sich daran Zysten gebildet haben, was einerseits nicht schlimm ist, andererseits weiß man mit dieser Vorgeschichte ja nie und mir wäre aus diesem Grund auch zu einer Entfernung geraten worden. Es ist doch ein gutes Gefühl, in der Entscheidung bestätigt zu werden, wenn auch aus anderem Grund.

Morgen früh soll ich wiederkommen, so gegen halb zehn, die OP ist für 12 Uhr geplant.

Ich geh denn mal Köfferchen packen.