ich hatte mal buntes Leinenflausch, das ich mir bestellt hatte, aber mit dem ich mir nie einig geworden bin wie ich es am Schönsten verarbeite. Nach ewigen Pröbchen hier und da habe ich es nun vertauscht und dafür Alpaka bekommen. Ich bin hin und weg und völlig begeistert, will es unbedingt anspinnen.
Zum mal eben anspinnen und testen ist Rad doof, für ein paar Meter Garn mag ich das nicht. Meine Spindeln sind aber grad besetzt (und die IST noch unterwegs), also musste ich zwangsläufig meine halbfertige gelagerte Spindel fertigmachen. Heißt: ich musste den Stab unten und oben noch anspitzen, unten zumindest soweit, dass der Stab auch durch das kleine Loch des Rads Wirtels passte und in das kleine Loch meines Kerzenständers meiner Spindelschale. Hab ich dann auch gleich gemacht - und angesponnen.

Ich stelle fest: hab ich gut gemacht. Die Spindel läuft ganz anständig, nicht schnell, aber relativ lange und ruhig. Ich werde sie also gut nutzen können. Trotzdem werde ich wohl meine Spindelbauerkarriere an den Nagel hängen, erstens können das andere besser als ich und ich kann besser spinnen.
Das Alpaka ist wunderschön (und so viiiel!), hat eine göttliche Farbstellung und lässt sich prima verarbeiten. Ich habe mal von Krümismama ebenso schönes Babyalpaka in dunkelbraun und weiß bekommen, das ergänzt sich ganz wunderbar. Mit beiden Alpakas habe ich ein Luxus- Problem: ich kann das sehr dünn spinnen. Beides soll neben noch anderen Garnen mal in einem Wolfspulli landen. Die Frage ist nun ob ich es tatsächlich dünn spinne und als cable zwirne, damit es ein wenig robuster wird oder doch lieber “dicker” und normal dreifädig mit etwas mehr Körnung. Nun, noch ist genug Zeit, weil der Pulli bislang nur als Gedanke in meinem Hirn haust…