Mann, da habe ich aber ganz schön Panik geschoben heut in der Klinik! Gut, dass es wirklich grad zur rechten Zeit passiert ist. Es hätte nicht 10 Minuten später kommen dürfen, da hätte ich schon an der Nadel gelegen (und wer weiß, was für Folgen das dann gehabt hätte) und es hätte keine halbe Stunde bis Stunde früher sein dürfen, denn da war ich noch zu Hause. Und da wäre a) die Panik wesentlich größer gewesen und b) wäre ich nicht so leicht und schnell zu beruhigen gewesen. Die Angst an sich hat sich ja so schon den ganzen Tag gehalten und ich habe bei jeder Armbewegung Schiss gehabt, dass sich nun wieder Wasser bildet und die Naht nochmal löst. Sicher zu Unrecht, ich weiß. Trotzdem habe ich heute etliche Male sorgenvoll nachgesehen, wie viel Wasser sich wohl schon wieder gesammelt hat und mehr als einmal gemutmaßt, wann wohl wieder punktiert werden muss.
Ich fand es wirklich sehr schade, dass es heute nicht losging, wäre es doch ein Beginn, ein neuer Anfang gewesen. Und wo ein Anfang ist, ist auch ein Ende abzusehen. Es hätte das Ende von zumindest ein wenig Warterei bedeutet. *seufz* Gar nicht zu reden von dem guten Zeugs, was da jetzt grad schlecht geworden ist. Mein Erzwolf hat aus diesem Anlass mal die Preise recherchiert. Auweirha! Da muss eine alte Frau verdammich lange für stricken! Und ich hätte es gern genommen… Schade für alle Beteiligten also :´(
Mit meinem Wasserfall bin ich übrigens wieder an die ohne-Antwort-Ärztin geraten. Sie hat zum Einen einige Zeit gebraucht, bis sie die Situation erfasst hat (OK, wenn ich ehrlich bin, ist die Schadensbeschreibung “gucken Sie mal” mit einer Deutung auf eine klitschnasse Brust auch nicht so wahnsinnig präzise. Ich bin dem Wolf für seine Präzisierung doch dankbar, ich wäre mit dem, was ich als “ja, und?” aufgefasst habe in dieser Situation auch nicht wirklich klargekommen.)
Zum Anderen war sie völlig überfordert und mindestens so panisch wie ich. Gute Vorausetzungen also. Sie gab mir mit fahrigen Bewegungen und hektisch suchend zwei Kompressen, mit denen ich den Saft auch fast ganz aufsaugen konnte. Zwischenzeitlich sprudelte es nur so aus mir heraus *komischgrins*
Dankenswerterweise rief sie gleich bei “meinem” Doc um Hilfe und meldete mich da an. Also hat der Wolf mir meinen BH wieder angezogen, weil ich das selber nicht gekonnt hätte ohne ihren Schreibtisch einzusauen. Den Rest habe ich dann gemacht und wir sind einmal durch die ganze Klinik in meine alte Station und dann noch weiter zum Büro meines Doc. Der hat uns dann wieder halb zurück mit in ein Behandlungszimmer genommen. Mir kam das eeewig vor! In der Zwischenzeit hat er mich über den genauen Zeitpunkt ausgefragt und mich schon mal ein wenig beruhigt. Als ich auf der Liege lag und er mir sofort kurz, kapp und präzise erklärte, dass das nicht so schlimm ist und was das ist und durchaus mal vorkommen kann und was er nun tut, hatte ich mich schon fast wieder eingekriegt.
Licht und Schatten so dicht beieinander… *sinnier*