Morgen liegt der Termin beim Gendoktor an. Also der zweite jetzt. Beim ersten im Juni hat er ja nur Blut abgenommen und nach Richis Familiengeschichte gefragt. Nun kommt das Ergebnis. Aber wenn wir nun sagen BRCA 2 positiv sagen, dann wisst ihr immer noch nicht, was das heisst. Also mache ich mal wieder einen auf medizinischen Sachverständigen Erzwolf und versuche etwas zu erklären, was ich eigentlich selbst nicht verstehe:
Brustkrebs als solches ist nicht vererbrar. Allerdings gibt es in der menschlichen DNA ein paar Gene, die dafür zuständig sind Brustkrebs zu verhindern. Wenn mich nicht alles täuscht, sind mittlerweile 4 davon bekannt, 2 genauer untersucht und feststellbar. Und wenn nun eines dieser Gene einen Defekt aufweist, dann wird dieser Gendefekt wohl auch vererbt.
Da Richis Mutter und Großmutter von Brustkrebs betroffen waren liegt der Verdacht nahe, dass ihr Krebs aus einem solchen Gendefekt resultiert. Dieses haben die nun in einer über halbjährigen Analyse mal geprüft und morgen gibt es das Ergebnis. Wir gehen davon aus, dass Richi einen solchen Gendefekt in sich trägt und ich hoffe jetzt mal, dass nur eines der beiden untersuchten Gene betroffen ist. Auf jeden Fall bedeutet das ganze eine erhöhte Rückfallgefahr mit einem zusätzlichen Risiko auf Eierstockkrebs.
Morgen erfahren wir also eine ganze Menge über das Rückfallrisiko und starten in die Diskussion, wie man dieses minimieren kann. Als Stichworte nenne ich hier mal Herausnahme der Eierstöcke, vorsorgliche Brustamputation oder regelmäßiges CT der Brust, wobei bei letzterem die Krankenkassen nur ungerne bezahlen.