Letzten Freitag, vor dem Klinikum auf dem Motorrad- Parkplatz: eben hat man noch oben im Wartebereich der Onkologischen Ambulanz gewartet und kein Wort gesagt (na gut, ich war auch am stricken), aber kaum ist man unten und steht vor seinem Zweirad kann man prima labern. Man ist sich einig, dass die Termine weniger schlimm werden je öfter man schon gute Nachrichten (so wie heute) nach Hause getragen hat. Der Mann mit dem wir gesprochen haben fuhr eine Harley Sportster mit Auricher Kennzeichen. Für ihn ist jede neue Nachsorge weniger schlimm und mehr wie ein Ausflug. Jo, passt, geht uns auch so, wir fahren gleich an den See und lassen es uns gut gehen. Sachen haben wir schon mit und ich habe mir wirklich keine großartigen Gedanken über das was-wäre-wenn gemacht.
Und dieser Termin war etwas besonderes: Zum einen habe ich meine letzten Packungen Ibandronat bekommen, die ich noch bis Ende November nehmen muss, dann ist damit Schluss und ich bin dem normalen Leben wieder ein Stückchen näher gerückt. Damals, als ich angefangen bin erschien es mir wie eine Ewigkeit. OK, das normale Leben wird nie wieder so normal wie es einmal war, dazu hat sich zuviel verändert. Zum anderen ist das der vorletzte Termin in der vierteljährlichen Kontrolle. Einmal noch und dann geht es halbjährlich weiter! So richtig geschnallt habe ich das erst während des Termins, aber es fühlt sich gut an.