Posts Tagged ‘Zukunft’

Ablenkung

Montag, März 22nd, 2010

Ich habe grade zwei ernstzunehmende SpinnWIPs. Das eine sind die hellroten Seidenpunis, das andere ist das gelbe zukünftige Sockengarn. Das Sockengarn hat im Moment Vorrang, weil ich da grade Lust drauf habe, es prima taugt um mich ein wenig abzulenken von meinen Passformproblemen mit dem Tuch (ist es nicht schön, Luxusprobleme zu haben?) und außerdem brauche ich dringend Sockengarn. Zur Zeit habe ich nämlich bloß zwei StrickWIPs auf den Nadeln, von denen eines eine dicke Mütze ist und das andere der angefangene Musterpulli. Auf Wintersachen habe ich grad gar keine Lust, also fällt die Mütze schonmal weg. Der Pulli ist OK, es ist relativ dünnes Garn. Bald ist er jedoch zu groß zum Mitnehmen, also muss etwas neues Kleines her: Socken. Gelbe Socken :)

zukünftiges gelbes sockengarn

Wenn ich das also fertig gesponnen habe, habe ich mich bestimmt auch an das Tuch gewöhnt. Und dann habe ich auch wieder Ehrgeiz gesammelt, den Rand, die Kreiselpollen und zwei bis vier Kordeln samt Quasten daran anzubringen. Aber das wird dauern: kurzer Auszug mit viel Drall. Ursprünglich hatte ich ein sechsfädiges Garn angedacht, aber ich will doch schon bald anfangen zu stricken ;)

Josch

Dienstag, November 24th, 2009

Der dicke Kater ist heute morgen um 9 Uhr operiert worden und um 16.30 Uhr haben wir ihn wieder abgeholt. Der Tumor ist großflächig herausgeschnitten worden und ich hoffe inständig, dass die Doc alles erwischt hat und Josch vollständig befreit hat. Der herausgeschnittene Kram wird nochmal eingeschickt zum gucken, ob alles draußen ist.
Die Narkose ist dem armen Kater nicht sonderlich gut bekommen, er schläft meist oder torkelt duch die Gegend und stößt mit seinem unhübschen Kragen überall dran. Meine Güte, das tut mir soo leid!
Auf dem Rücken hat er ein dickes Pflaster, das da auch erst mal bleiben soll. Freitag kriegt er nochmal eine Antibiotika- Spritze und den Freitag drauf werden die Fäden gezogen.

Zeitenwende

Dienstag, August 11th, 2009

Letzten Freitag, vor dem Klinikum auf dem Motorrad- Parkplatz: eben hat man noch oben im Wartebereich der Onkologischen Ambulanz gewartet und kein Wort gesagt (na gut, ich war auch am stricken), aber kaum ist man unten und steht vor seinem Zweirad kann man prima labern. Man ist sich einig, dass die Termine weniger schlimm werden je öfter man schon gute Nachrichten (so wie heute) nach Hause getragen hat. Der Mann mit dem wir gesprochen haben fuhr eine Harley Sportster mit Auricher Kennzeichen. Für ihn ist jede neue Nachsorge weniger schlimm und mehr wie ein Ausflug. Jo, passt, geht uns auch so, wir fahren gleich an den See und lassen es uns gut gehen. Sachen haben wir schon mit und ich habe mir wirklich keine großartigen Gedanken über das was-wäre-wenn gemacht.

Und dieser Termin war etwas besonderes: Zum einen habe ich meine letzten Packungen Ibandronat bekommen, die ich noch bis Ende November nehmen muss, dann ist damit Schluss und ich bin dem normalen Leben wieder ein Stückchen näher gerückt. Damals, als ich angefangen bin erschien es mir wie eine Ewigkeit. OK, das normale Leben wird nie wieder so normal wie es einmal war, dazu hat sich zuviel verändert. Zum anderen ist das der vorletzte Termin in der vierteljährlichen Kontrolle. Einmal noch und dann geht es halbjährlich weiter! So richtig geschnallt habe ich das erst während des Termins, aber es fühlt sich gut an.

Mittwoch

Donnerstag, Oktober 9th, 2008

Am Dienstag morgen soll ich mich schon mal im Klinikum melden und vorstationär aufnehmen lassen. Zu dem Zeitpunkt weiß ich dann auch, wann der OP- Termin ist. Wenn alles geklärt ist, kann ich wieder nach Hause und muss am Mittwoch morgen nüchtern dort wieder auftauchen. Nach der OP werde ich noch zwei Tage zur Überwachung dableiben. Das ist für mich völlig in Ordnung.

schwarz auf grün

Dienstag, September 30th, 2008

habe ich es jetzt. Mein Schwerbehindertenausweis ist angekommen, aber es besteht Hoffnung: 60% sind drauf und er ist befristet. 2013 bin ich wieder normal oder so. Tjo.

nahtloser Übergang

Dienstag, September 4th, 2007

so, wir haben heute den Winter eingeläutet und die Heizung angemacht. Bei Außentemperaturen von 9- 12°C darf man das, jawohl! Konsequenterweise gab es heute ein richtiges Winteressen: Kartoffelpüree mit Sauerkraut und Kassler. Auch das darf man, wenn es im Laden an der Ecke bereits Weihnachtsplätzchen zu kaufen gibt. Aber die haben wir vergessen einzupacken einfach links liegen lassen.
Die Temperaturen sollen auch nicht mehr höher klettern, also sollte ich mich die Tage mal wieder dran machen, hier alles auf Winter umzustellen. Schade eigentlich. Da habe ich schon einmal einen Sommer lang Gelegenheit, mich jeden Tag in die Sonne zu legen, und dann fällt dieser Sommer einfach aus *grummel* Aber ich glaube, ich wiederhole mich.
So ein Mist, jetzt haben wir doch glatt vergessen, ne Buddel Rum für nen anständig steifen Grog zu kaufen *vormichhinschimpf*

Aber sonst gehts mir eigentlich ganz prima. Sogar meine Fingerspitzen passen zum Winterthema: sie fühlen sich genauso an wie im Winter, wenn sie fast erfroren sind *g*

pervers *g*

Samstag, September 1st, 2007

noch 9 Wochen und drei Tage!

Dann ist meine Chemo um und ich freu mich wie Tier darauf :)

Grillgespräche

Samstag, August 25th, 2007

Jaaaa, wir haben heute gegrillt. Das wir das noch erleben dürfen ;-) War lecker und schön, auch das wir uns hinterher noch 2 Stündchen unterhalten haben. Zukunftspläne geschmiedet. Gut, auch das haben wir schon öfter nach dem Grillen getan. Neu war, dass auch die Form der Bestattung ein Thema war. Die Detailplanung haben wir einstimmig auf in 25 Jahren vertagt. Und die Tendenz geht dahin, dass auch dann wieder vertagt wird. Dafür sollten wir das Patiententestament bald mal in die Tagesordnung aufnehmen.

180

Freitag, August 3rd, 2007

g Huftsteak mit Ofenkartoffel, Sourcreme und kleinem Salat bei unserem Lieblingssteakhouse sind mein Nahziel und Belohnung, Entschädigung für so viel Entsagung der letzten Zeit und meine Karotte für mich Esel :) Jaja, das ist das Kleine. Aber über den Nachtisch haben wir ja auch noch gar nicht geredet ;)
Wir hatten grad das Gespräch mit der Ärztin. Am Liebsten hätte sie mich dabehalten, um mir 1000 Kalorien zusätzlich zu versorgen. Babybrei hat sie mir auch als Krankenhauskost angeboten. Ich habe mich für die Alternative Astronautenkost zu Hause entschieden. Mit der Woche Verschiebung hatte sie gar keine Probleme, das klappt. Jetzt gehts ans heilen und päppeln :) Tschakka!!
Ach ja: die Waage im Klinikum sagt 44, 6 kg, aber da stand ich auch mit Schuhen und in Jeans drauf.

Prognose die zweite

Donnerstag, Juli 5th, 2007

Für manche Sachen braucht man keinen Arzt. Zuzmindest keinen richtigen. Darum habe ich heute mal eine Prognose für Richi gemacht, diesmal aber nicht auf das Überleben in 10 Jahren sondern bezogen auf einen Rückfall in den nächsten 10 Jahren:

Interessanterweise sinkt die Gefahr eines Todes aus anderen Gründen um 0,2 Prozentpunkte auf 1,5%, wenn man die Software nach den Rückfällen befragt. Warum auch immer. Zu 61,8% wird Richi in den nächsten 10 Jahren keinen Rückfall erleiden. Das Rezidivrisiko beträgt also 36,7%. Mit Chemotherapie und Hormontherapie sinkt das Risiko um 23 Prozentpunkte auf 13,7%. Da erscheint der Nutzen der Therapien doch gleich wesentlich größer.

Im übrigen sind meine Zahlen genauso zuverlässig wie die, die die Ärztin rausgerückt hat.